Das Projekt und seine Durchführung
Das Stück soll eine inhaltliche Auseinandersetzung anregen. Deshalb ist die Einbettung in einen größeren von den Schulen selbst in Zusammenarbeit mit Kirchen- und wenn möglich Moscheegemeinden zu gestaltenden Projektrahmen vorgesehen. Die Schulen sollen durch eine aktive Einbindung der Schüler und eine Vor- und Nachbereitung des Gesehenen eine intensive Beschäftigung mit dem Thema gewährleisten.
In dreifacher Hinsicht soll gewährleistet sein, dass sich die Schüler/innen des Themas tatsächlich annehmen und die Aufführungen nicht nur wie ein Platzregen über das Land gehen:
- durch die Vor- und Nachbereitung in der Schule,
- die Zusammenarbeit mit einer Kirchengemeinde bzw. mit kirchlicher Jugendarbeit und gegebenenfalls. mit einer Moscheegemeinde bzw. mit muslimischen Einzelpersonen und
- durch eine begleitende, öffentliche Maßnahme, die jeweils durch Schüler/innen durchgeführt wird.
Für die Vor- und Nachbereitung wurde durch die Arbeitsstelle Islam und Migration ein 72-seitiges Begleitheft erstellt. Hierzu gehören inhaltliche Beiträge, v.a. zur Gender-Thematik, zu Ehe und Familie aus christlicher und muslimischer Sicht, zur Religionsfreiheit und Toleranz. Das Religionspädagogische Institut Loccum hat Bausteine für den Unterricht entwickelt. die ausführliche Version ist als pdf-Dokument verfügbar unter www.rpi-loccum.de/download/theaterprojekt.pdf .
Beiträge sollen sich den Wirkungs- und Einsatzmöglichkeiten des Theaterstücks widmen und für die Arbeit mit Schüler/innen seitens der Schulen und Kirchengemeinden / Ev. Jugend anregen. Hinzu kommt eine CD mit den Songs aus „Die göttliche Odette“, den Noten und Fotos.
Die Arbeitsstelle Islam und Migration macht darüber hinaus Angebote für öffentliche Begleitmaßnahmen der Schulen und Gemeinden. Dies können zum Beispiel Anregungen für Podiumsveranstaltungen, kleine Ausstellungen, Schülerzeitungsbeiträge, Interviews und Videoclips sein.
Für die Vor- und Nachbereitung bietet sich keineswegs nur der Religionsunterricht an, vielmehr kann dies aufgrund der gesellschaftspolitischen Relevanz des Themas fächerübergreifend geschehen (Religion, Werte und Normen, Geschichte, Deutsch, Musik etc.). Gewünscht wird von der Schule die Kooperation mit einer Kirchengemeinde bzw. deren Jugendarbeit – wenn möglich ebenso mit einer Moscheegemeinde oder mit muslimischen Einzelpersonen. So wird auch die Dimension gelebter Religiosität aus dem Theater für die Jugendlichen real erfahrbar.
Eine besondere Alternative bietet die Möglichkeit, dass schulische oder kirchengemeindliche Theatergruppen das Stück selbst zur Aufführung bringen. Dies fördert die Identifikationsmöglichkeiten und damit die inhaltlichen Auseinandersetzungen. Perspektivisch bietet sich für sie die Chance, mit ihrer Produktion bei dem Landesjugendcamp im Sachsenhain bei Verden 2008 oder auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen aufzutreten.
Begleitend soll pro Aufführung eine öffentliche, zumindest schulöffentliche Maßnahme durch Schüler/innen erarbeitet werden. Dies können Beiträge für die Schülerzeitungen oder regionale Zeitungen sein, aber auch öffentliche Podiumsdiskussionen zum Beispiel in der Kirchengemeinde, öffentliche Präsentationen von Interviews oder Videoclips etwa auf der Homepage zum Projekt. Anregungen und Begleitung finden die Veranstalter in der Arbeitsstelle Islam und Migration. Den Schulen und Kirchengemeinden wird hierzu das oben genannte pädagogische Begleitmaterial und Informationsmaterial durch die Arbeitsstelle Islam und Migration zur Verfügung gestellt.
Abschließend ist von den Veranstaltern ein schriftlicher Bericht zu verfassen.
Die Schulen haben pro Aufführung einen Eigenanteil in Höhe von 400,00 € zu entrichten. Mit diesem Eigenanteil sind für die Schulen neben der Aufführung, die Produktionskosten, das Begleitmaterial, das Informationsmaterial und die persönliche Beratung durch die Arbeitsstelle Islam und Migration abgedeckt.
Zum Abschluss wird 2009 durch die Arbeitsstelle Islam und Migration eine Auswertung / Dokumentation erstellt, die den teilnehmenden Schulen und Kirchengemeinden über die Homepage zum Projekt zur Verfügung stehen wird.

